Ich habe mich richtig erschrocken, als ich den Beck das habe sagen hören. Warum weiß ich eigentlich auch nicht so genau, aber irgendwie war mir das neu. Bisher war mir eher die Ansicht eigen, die in Rainald Grebes Lied “Unterschiede” durchscheint:
“Die CDU ist nur für die Wirtschaft, die SPD ist nur für den kleinen Mann [...]. Ich werd das jetzt so lange wiederholen, bis man die endlich wieder unterscheiden kann.”
Und jetzt? Mut zur Veränderung? Besinnen auf die Wurzeln oder auch nur Besinnen auf das S in SPD? Vielleicht hat auch die große Koalition, die enge Zusammenarbeit mit der CDU bewirkt, dass man wieder klarer sieht, wie unterschiedlich man ist?
Ich war tatsächlich so erschrocken, dass ich mir den neuen Entwurf für das SPD-Parteiprogramm vorgenommen habe (vielen Dank an die SPD fürs Kürzen übrigens, 62 Seiten hätte ich mir dann doch nicht angetan, das ist schon mal ein wichtiger Schritt in Richtung “Volkspartei”). Interessantes Material…
Ich kann mich nur nicht an das Wort Primat gewöhnen (eigentlich normal in der Politik, ich weiß), ich musste erstmal eine Pause einlegen als ich auf die Überschrift “Primat der Politik” stieß. Ich empfehle in diesem Fall dringend das Verwenden von Artikeln, sonst muss ich da immer an Schimpansen denken. Nach mehrmaligen Umfragen im Bekanntenkreis habe ich festgestellt, dass es anderen auch so geht.
Schlagworte: kurt beck, linke volkspartei, parteiprogramm, rainald grebe, spd