Dieses ungeschriebene Gesetz gilt nicht für Familienministerin Van der Leyen. Vor dem Sauf- und Rauftermin, für den einige Männer angeblich das ganze Jahr über trainieren, kritisierte sie schärfstens die vater- bzw herrentäglichen Sauftouren. Der Vatertag soll ein Familientag sein, wo der Vater mit seiner Familie etwas Schönes unternimmt. Ach ja, ist das nicht schön. Die Kinder schenken ihren Vätern dann irgendetwas nichtrosarotes auf Papier, eine selbstgemalte Harley oder weiß der Geier und dann nichts wie… Familienausflug.
In einem Punkt hat die Gute allerdings recht: die Unterschiede zwischen Vater- und Muttertag weisen auf eine Familienstruktur von gestern hin. Aber im Ernst: Wie soll man einen Tag, wo alle Jungs und Männer, die alt genug sind eine Bierflasche zu halten, ausziehen um zu saufen durch einen blumigen Familientag ersetzen?
Da passt vielleicht doch der Ausdruck aus dem nahen Osten (die DDR in diesem Fall) “Herrentag” besser. Dieser zeugt allerdings wieder einmal von guter alter unbeabsichtigter sozialistischer Ironie, denn was am Ende des Tages die Straßen entlang schwankt, sieht nicht unbedingt nach Herren aus. Herrlich!
Dann kam Frau Van der Leyen noch auf ihren Mann zu sprechen. Der Arme sag ich da nur: Er hat nämlich “Vatertagsblumen und Geschenke verdient und bekommt an diesem Tag auch besondere Aufmerksamkeit.” Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Dame ihre Kinder schon mehr als einmal in peinliche Situationen gebracht hat – was muss das für eine Pubertät sein… Es fiel nämlich auch der Satz, ihr Mann sei “eben nicht eine zweitklassige Mutter, sondern ein erstklassiger Vater”.
Interessant… Hm, ich war noch nie auf einem Herrentagsbesäufnis. Aber dass da soviel gesoffen wird, weil die armen Männer sich als zweitklassige Mütter abgestempelt sehen, würde mich gelinde gesagt schon überraschen.
Schlagworte: familienministerin, herrentag, van der leyen, vatertag
Mai 10, 2008 um 12:57
Hey miro, ja der Vatertag ost ne lustige Erfindung der Neuzeit. Hast du übrigens mal vom Biermarathon gehört? Da müssen immer vier Männer zusammen über 6 Kilometer einen Kasten Bier schleppen und den auch innerhalb dieser Zeit leer trinken. Das macht pro Kopf 6 Flaschen Bier. Und wer als erster ankommt hat dann natürlich gewonnen. Noch sone tolle Erfindung!!!!!!!!
lg Susi
Mai 11, 2008 um 2:52
Na, Not macht eben erfinderisch – das ist Teil des traditionellen Bildes der Ehe unter dem Motto “Wie komm ich da nur wieder raus”