Im Konflikt um Südossetien hat Russland einen Waffenstillstand unterzeichnet. Klingt erstmal nicht so schlecht – vor Allem weil sie diesmal daran gedacht haben, Medwedew machen zu lassen und nicht Putin (es ist aber auch schwer sich zu merken, dass der nicht mehr Präsident ist – insbesondere für ihn selbst). Und George W. Bush lässt sich von der Olympiade ablenken, um zu sagen, bei der Waffenruhe handele es sich um einen „vielversprechenden Schritt“.
Wer sich der guten Stimmung jedoch nicht anschließen will, sind die Georgier. Komisch. Dabei hat sich die Welt doch sooo sehr eingesetzt für sie. Laut Spiegel Online ist die russische Regierung allerdings nur bedingt engagiert mit dem „Sechs-Punkte-Plan“ (ich verkneife mir mal ein paar unangebrachte Kommentare zu Plänen, Zahlen und der russischen Regierung des frühen 20. Jahrhunderts
). Bis jetzt wurden nämlich noch keine Truppen abgezogen, die Plünderungen gehen also weiter. Naja – die Waffen stehen ja still, zum Plündern braucht man schließlich freie Hände.
Im Artikel steht auch, es soll eine Brücke soll gesprengt worden sein. Das zeigt auch wieder, das „Waffenruhe“ hier etwas zu wörtlich genommen wurde. Frei nach dem Motto: Der Sprengstoff ruhte doch – Was kann ich dafür, wenn er explodiert?
Aber wahrscheinlich muss man nur ein bisschen Geduld haben. Vielleicht will die russische Regierung sich ja wirklich an den Plan halten. Möglicherweise steht man nur eben im Kreml vor dem Sechs-Punkte-Plan wie vor einer vollen Pralinenschachtel und kann sich einfach nicht entscheiden, welchen Punkt man zuerst in Angriff nehmen soll – Verdammte Vielfalt!
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